Akualisiert am 20.10.2016

Mein Leserbrief in der Ammler-Zitig vom Februar 2016

Strasse nach Amden

Da die Strasse von Weesen nach Amden so steil verläuft, braucht es erfahrungsgemäss auch viel mehr Treibstoff, wenn man mit dem Auto hinauf fährt. Es gibt viele Autofahrer, die voll aufs Gaspedal drücken, was sich bestimmt auch auf die Benzinrechnung auswirkt. Ich habe gemerkt, wenn ich nicht schneller als 60 km/h fahre, brauche ich bedeutend weniger Benzin bzw. Diesel. Allerdings fahre ich bei einer Ausweichstelle auf die Seite, damit diejenigen, die schneller fahren möchten, vorbei können. Übrigens ein Kompliment an die Bus-Chauffeure des AWA, die sind wirklich sehr tolerant gegenüber Autofahrern. Sie warten jeweils in Weesen an der Haltestelle, wenn sie im Rückspiegel sehen, dass noch ein Auto in Sichtweite ist, das nach Amden möchte und lassen es vor. Ebenso ist es mir schon öfters passiert, dass der Bus in der grossen Linkskurve kurz raus fährt, und mich vorbeifahren lässt. Super, danke!

Letzthin fuhr ich am Abend gegen 22 Uhr von Amden nach Wessen. Kurz vor der Ortstafel Fli sass ein Fuchs mitten auf der Fahrbahn. Er schaute Richtung Fli. Er ging nicht weg, als ich heranfuhr. Ich stieg aus und rief ihm von sicherer Distanz zu: "Hallo Fuchs, möchtest du nicht weg gehen!?" In diesem Moment drehte er seinen Kopf und schaute mich an. Ich war furchtbar geschockt, das arme Tier hatte die halbe Schnauze weg und blutete, das Blut lief nur so herunter. Mir tat der Fuchs schrecklich leid, aber gleichzeitig kam auch eine Wut auf, auf den Autofahrer, der den Fuchs angefahren hat und ihn einfach so verletzt da liess. Erstens ist es Pflicht, die Polizei oder den Wildhüter zu informieren und zweitens, wo ist die Moral dieses Autofahrers, der ein Tier in diesem Zustand hinterliess und einfach davon fuhr? Es kann jedem Autofahrer einmal passieren, dass ihm ein Tier ins Auto springt, aber dann sollte man dazu stehen und das Nötigste unternehmen, um das Tier so schnell als möglich von seinem Leiden zu erlösen und bei ihm warten, bis die zuständige Person eintrifft. In diesem Sinne möchte ich auch wieder einmal darauf hinweisen, dass ein Tier keine Sache, sondern ein Lebewesen ist, das auch Schmerz empfindet wie wir!

 

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