(Aktualisiert 10.5.2017) Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind

 Beratung und Direkthilfe an Frauen, Paare und Familien, die durch Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes in Not geraten.

Gratisnummer: 0800 811 100  24 Stunden und 7 Tage für Sie da!

 

www.shmk.ch 

 

Babyfenster – die berühmtesten Fenster der Schweiz

Die von der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind und den Spitälern in Bellinzona, Bern, Davos, Einsiedeln und Olten geführten Babyfenster haben bereits zahlreichen Babys das Leben gerettet. Sie gelten seit der Eröffnung des ersten Babyfensters im Jahr 2001 als die berühmtesten Fenster der Schweiz. Lesen Sie mehr darüber unter www.babyfenster.ch.

 

Babyfenster - ein Hilfsangebot für extreme Notsituationen

Immer wieder gibt es Situationen, in denen Frauen meinen, Schwangerschaft und Geburt um jeden Preis verheimlichen zu müssen. Hinzu kommt, dass sie der festen Überzeugung sind, dem Kind keine Zukunft geben zu können. Was nun?

Die Babyfenster in Schweizer Spitälern helfen Müttern in Not, ihr Kind anonym und straffrei in fürsorgliche Hände zu geben. Bis zur Adoption des Kindes können die Mütter ihr Kind zurückfordern. (ca. ein Jahr lang nach der Abgabe). Ziel der Babyfenster ist, Kindsaussetzungen und Kindstötungen zu verhindern.

Die SHMK betreibt zusammen mit Spitälern an sechs Orten in der Schweiz Babyfenster: Basel, Bellinzina, Bern, Davos, Einsiedeln und Olten. Die Stiftung will so viele Babyfenster erstellen, dass keine Mutter in extremer Not mehr als 50 Kilometer zurücklegen muss, um zum nächsten Babyfenster zu gelangen. www.babyfenster.ch

 


 

 

Geschichten, die das Leben schrieb

Mutter bereut, je an Abtreibung gedacht zu haben

Ria (28), Mutter zweier Buben, ist starr vor Schreck als sie ihre erneute Schwangerschaft feststellt. Wie es weitergehen soll oder vielmehr, dass es nicht weitergehen soll, weiss sie augenblicklich: Sofort macht sie einen Termin bei einer Ärztin ab, um sich Abtreibungspillen zu besorgen. eine Frau, die Ria kennt, erfährt davon und versucht, in ihr Gefühle für ihr Baby anzusprechen. Diese geht jedoch nicht darauf ein. die Bekannte sagt zu Ria noch, sie werde eine Hilfsorganisation bitten, sich direkt bei ihr zu melden. Die verzweifelte Frau lehnt das zwar nicht ab, äussert aber, sie werde noch heute die Tabletten holen. Kurz darauf trifft in der SHMK-Notrufzentrale eine Anfrage ein, ob jemand in letzter Minute mit Ria reden könnte. So spricht eine Beraterin mit Ria, gerade bevor diese sich zur Ärztin begibt. in einem schwierigen Gespräch versucht sie, Rias Fixierung auf Probleme zu lockern: Oft erscheine Abtreibung im Moment als richtiger Weg, sagt sie ihr. Später könne eine geänderte Sicht aber sehr bedrückend werden. Auch solle sie sich überlegen, wie es auf sie wirkt, wenn sie Schwangeren begegnet.

Im Verlauf des Gesprächs wird Ria aggressiv. Die Beraterin bleibt aber ruhig und freundlich und erklärt, wie die SHMK schon vielen Frauen in ähnlicher Lage geholfen hat. Das Gespräch endet damit, dass Ria sagt, sie sei definitiv zur Abtreibung entschlossen. Der Termin sei heute um 14 Uhr!

Am späten Nachmittag klingelt das Telefon der Beraterin. Ria ist am Apparat und erzählt von ihrem Arztbesuch. Auf dem Weg dorthin seien ihr tatsächlich mehrere schwangere Frauen begegnet. Es sei ihr vorgekommen, als ob diese wüssten, was sie vorhat. Das habe ihr zu denken gegeben. Die Ärztin sei unfreundlich gewesen und nicht auf sie eingegangen. Auf dem Heimweg sei ihr dann das Gespräch mit der Beraterin in den Sinn gekommen, die freundlich und hilfsbereit war.

Nun entwickelte sich eine Diskussion, welche die Tür zu weiteren Gesprächen öffnet. Durch diesen Austausch sieht Ria schliesslich, dass es besser ist, die Herausforderung eines weiteren Kindes anzunemen, als mit einer Abtreibung weiterzuleben. Sie habe sich endgültig für ihr Kind entschieden und freue sich nun darüber, teilt sie der Beraterin mit. Auch ihre beiden Buben erwarten voller Freude ihr neues Geschwisterchen.

Leider kommen dann auf Ria arge Probeleme mit dem Kindsvater zu. Auch trifft sie Ungemach mit dem Sozialamt: Weil sie wegen Fehlberechnungen zu viel erhalten hat, wird ihr dies jetzt abgezogen. Darum hat sie Schwierigkeiten, die Kosten fürs Notwendigste zu begleichen. Trotz allem, sagt sie der Beraterin, bereue sie ihre Entscheidung fürs Kind nicht. Nach einer Abtreibung, meint sie, wäre sie irgendwann durchgedreht. Mit Hilfe der SHMK gelingt es Ria, ihre Situation wieder ins Lot zu bringen.

Als Ria ihre Tochter gebiert, dankt sie ihrer Beraterin: "Ohne jenes Gespräch mit Ihnen hätte ich die Abtreibungspillen genommen. Heute bin ich so froh, dass ich das Kind habe. Immer wenn ich es anschaue, habe ich Schuldgefühle, dass ich es fast abgetrieben hätte."

 

Eine Villa in Spanien am Meer

 Eine 24-jährige Schweizerin lernt einen sehr sympathischen südländischen Mann kennen, der ihr schon nach kurzer Zeit verspricht, sie heiraten zu wollen. Er malt ihr die schönste Zukunft: eine Villa in Spanien am Meer, wo sie für immer glücklich sein werden.

Bald ist der Tag der Hochzeit vereinbart und auch das Brautkleid bestellt. Da merkt sie ganz unerwartet: Sie ist schwanger! Als sie es ihrem Geliebten mitteilt, tut sich zwischen ihnen plötzlich eine unerklärliche Kluft auf. Kurz darauf verschwindet der junge Mann spurlos!

Für die Frau fallen die Zukunftsträume wie ein Kartenhaus zusammen. Nur aus Liebe zu ihm hat sie ein Ja zum Kind sagen wollen. Und jetzt lässt er sie sitzen! Ein Gefühl der inneren Rebellion kommt in ihr auf und die fixe Idee, abtreiben zu müssen und alles "rasch" und "einfach" zu lösen.

Da erinnert sie sich an eine Broschüre der SHMK mit dem Titel "Ein neuer Mensch: Schicksal oder Chance?", die sie vor einiger Zeit im Briefkasten vorfand und intuitiv auf die Seite gelegt hat. Sie liest sie aufmerksam durch und wählt schliesslich die angegebene Gratis-Nummer der SHMK-Notrufzentrale: 0800 811 100. Sogleich wird sie mit einer Beraterin verbunden, die sogar bereit ist, sie in der Westschweiz, wo sie wohnt, zu besuchen. Eine herzliche Beziehung entsteht. Von Abtreibung ist bald keine Rede mehr!

Durch Komplikationen während der Schwangerschaft muss sie ihre Arbeit als Verkäuferin unterbrechen und verliert dadurch drei ihrer sowieso schon knapp bemessenen Monatslöhne. Die SHMK gewährt ihr darum eine Überbrückungshilfe, so dass es sogar noch reicht, die Rechnng für das nicht gebrauchte Hochzeitskleid zu bezahlen.

Nach der Geburt ihres Kindes, eines strammen Buben, sagt sie freudestrahlend: "Oh, ist mein Kind schön! Zum Glück habe ich es nicht abgetrieben!"

 

Zwillinge im letzten Moment gerettet

Nadia, zweifache Mutter, erwartet Zwillinge. In der 15. Schwangerschaftswoche wird bei ihr ein bösartiger Krebs beim Schulterblatt diagnostiziert, ein Ewing-Sarkom. Die junge Frau begibt sich in eine grosse Klinik Der zuständige Professor plant eine aggressive Chemotherapie. Da diese die Zwillinge schädigen würde, will er sie abtreiben. Eine für die Babys schonende Behandlung gebe es nicht, sagt er. Der Abtreibungstermin wird festgelegt.

Von Nadias Ehemann abgesehen, ist ihre Familie in der scheinbar ausweglosen Lage für eine Abtreibung. Am Abend vor der geplanten Abtreibung stösst Nadia auf die Telefonnummer der SHMK-Notrufzentrale und ruft gleich an. Noch am selben Abend kontaktiert eine Beraterin einen Vertrauensarzt, der den Professor, der die Abtreibung durchführen will, persönlich kennt. Er werde ihn anrufen, sagt er zu. Die Abtreibung geschah nicht.

In der Zwischenzeit arbeitet die Beraterin auf Hochtouren: Sie kontaktiert mehrere Spezialisten und findet einen Professor, der im Bereich Ewing-Sarkom Experte ist und sich bereit erklärt, die medizinische Verantwortung für Nadia und die Zwillinge zu übernehmen Er kenn eine Therapie gegen Krebs, die die ungeborenen Kinder nicht schädigt. So wechselt die junge Frau die Klinik und es kann stationär eine schonende Chemotherapie beginnen. Die SHMK übernimmt situationsbedingte ungedeckte Kosten. Nach der sechsten Chemotherapie ist der Tumor bedeutend kleiner,. Bevor das mit Krebs befallene Gewebe operativ ganz entfernt wid, werden die Babysdurch Kaiserschnitt entbunden. Fabian und Doris kommen in der *4. Scwangerschaftswoche zur Welt. Jedes Kinde wiegt über zwei Kilogramm. Beide sind völlig gesund und entwickeln sich gut.

Die Familie ist überglücklich, dass Mutter und Kinder leben und dass nach den Folgenden Behandlungen kein Krebs mehr festzustellen ist.

 

 

Am Tag der Geburt: doppeltes Glück

Herr P. (38) ist seit einiger Zeit arbeitslos. Das belastet ihn sehr. Seine Familie hat Schulden. Die zwei Kinder sind schon 8- und 12-jährig. Deshalb arbeitet Frau P. (33) in einer Fabrik am Fliessband. die Arbeit beginn bereits Morgens umd halb sieben Uhr. In diese Sitauation hinein platzt die unerwartete Nachricht, dass Frau P. nochmals schwanger ist! Herr Und Frau P. sehen schwarz. "Sollen sie abtreiben lassen?!" Mit diesem Gedanken begibt sich Frau P. zur Untersuchung ins Spital. die Ärztin dort erkennt die innere Not von Frau P. und empfhiehlt ihr, bei der SHMK anzurufen. Doch Frau P. kennt die SHMK nicht und geht zuerst zum Sozialamt, wo sie aber eine Absage erhält. Dann geht sie zur kantonalen Schwangerenberatungsstelle. Auch da will ihr niemand helfen.

Nun ruft Frau P. bei der SHMK an. Bereits das erste Gespräch mit einer Beraterin der Notrufzentrale tut ihr gut. Kurz darauf erhält sie diesen Bescheid: "Sie können auf unsere Begleitung und Hilfe zählen! Auch finanzielle Unterstützung für das Kind ist möglich!" Frau P wird überdies in Bezug auf Ansprüche bei der Mutterschaftsversicherng informiert. Zudem unterstützt die Beraterin ihren Mann bei der Arbeitssuche. Da kommt eine Abtreibung für Frau P. nicht mehr in Frage.

Schliesslich geschieht das Besondere: Herr P darf sich in einer Firma vorstellen, die eine Traumstelle anbietet, und erhält tatsächlich - die Fügung will es so: genau am Tag der Geburt des Kindes! - Bescheid, dass er die Arbeitsstelle antreten kann. Die Familie P. kann es kaum fassen. Es bewahrheitet sich einmal mehr: Wer sich für das Leben entscheidet, dem winkt das Glück! Die SHMK leistet eine finanzielle Überbrückungshilfe. der Nachzügler macht allen viel Freude, ganz besonders den grossen Geschwistern.

 

Es geht bald weiter....

Schwangere Frau rennt kurz vor Abreibung aus dem Spital

Ein Ehepaar sieht eines Abend im Schweizer Fernsehen einen TV-Spot der SHMK mit dem Slogan: "Entscheiden auch Sie sich für das Leben. Bei der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind gibt es Hilfe!" Sofort kommt ihnen die Praktikantin in ihrem Betreib in den Sin,, die ihnen kürzlich anvertraut hat, dass sie schwanger ist. Anderntags geben sie ihr die Angaben aus dem Spot weiter. Die 19-Jährige schaut sich unter www.shmk.ch den TV-Spot an, ruft die SHMK-Notrufzentrale an und spricht mit einer Beraterin: "Ich bin schwanger, aber mein Freund willd as Kind nicht! Was soll ich nur tun und wie die Ausbildung schaffen, die demnächst beginnt?"

Die Beraterin informiert die junge Frau, dass sie von der SHMK die nötige Hilfe bekommen kann, die sie braucht, damit alles gut wird! Noch für denselbern Tag wird ein Treffen vereinbart. Zwei Beraterinnen fahren am Nachmittag in die rund 10 Kilometer entfernte Stadt, wo sie der jungen Frau begegnen.